09.05.24 Mordkommission Königswinkel 20.15 3SAT
       
17.05.24 Dibbuk (Kula Cie.) 20:00 Ruhrfestspiele
18.05.24 Dibbuk (Kula Cie.) 20:00 Ruhrfestspiele
       
25.05.24 Underground Birds 20:00 Berlin
       
16.06.24 Dibbuk (Kula Cie.) 20:00 München
17.06.24 Dibbuk (Kula Cie.) 20:00 München
18.06.24 Dibbuk (Kula Cie.) 20:00 München
       
Nov. 24 Ich, Akira   Innsbruck
       



Corinne Amrand - Auf Sicht
Musikvideo von Eva Kuen & Peter Schorn


Ein Blick in die Zukunft?
Vier Szenarien für 2030+
Konzept, Buch & Regie: Peter Schorn
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Peter Schorn on Instagram

DIBBUK - Zwischen (zwei) Welten
Uraufführung

Eine Koproduktion der Kula Compagnie mit den Ruhrfestspielen und dasvinzenz München

mit: Max Bauer (DE) (Chao Liu (CN)), Hadar Dimand (IL/PT), Sara Khalili (AF), Slava Kushkov (DE), Céline Martin-Sisteron (FR), Tahera Rezaie (AF), Jonas Schlagowsky (DE), Peter Schorn (IT), Romaric Séguin (FR), Masha Shmoulian (IL), Zinedinne Smain (DZ), Robert Spitz (DE/IL)

Video-Gäste: Fariba Baqeri (AF), Andrea De Majo (IT), Pasquale Di Filippo (IT), Azar Mahdavi (AF), Khitam Hussein (DE/JO), Soliman Saien (AF), Alexander Simon (DE), Homan Wesa (AF)

Inszenierung: Robert Schuster (DE)
Dramaturgie: Yotam Gotal (IL)
Dramaturgische Begleitung: Zainab Qadiri (AF)
Sound: Max Bauer (DE)
Bühne: Sascha Gross (DE)
Video: Simon Vorgrimmler (DE)
Licht: Michael Bischoff (DE)
3D Design: Andrew Arnold (DE)
Produzent: Eric Nikodym (DE)
Botschafterin, Übertitelung, Regieassistenz: Khitam Hussein (DE/JO)
Regieassistenz: Lena Thiele (DE)
Produktion: Mareike Lehne (DE)

Altersangabe: 14+
Sprachhinweis: mehrsprachig, mit deutschen und englischen Übertiteln

Welche Kräfte der Vergangenheit ergreifen von unseren Körpern Besitz? Wie können wir ihnen Raum und Aufmerksamkeit geben, ohne dass sie Macht über uns erlangen? Wie gehen wir mit unseren heutigen Dämonen um?

Zusammenarbeit in Zeiten des Krieges
„Sprechen wir über Israel oder von Palästina? Ist die Bezeichnung Naher Osten eine neokoloniale Bezeichnung? Schon die Verständigung darüber fällt in Zeiten des Krieges so unsagbar schwer, dass das Verstummen miteinander so nahe liegt und damit der Rückzug in die jeweils eigenen Bastionen. Die KULA Compagnie unternimmt mit dem Projekt ‚DIBBUK – zwischen (zwei) Welten‘ genau den gegenteiligen Versuch. Kurz nach dem Beginn der Proben wird an ein und demselben Wochenende eine Schauspielerin im Iran aus Teheran nach Mashhad evakuiert, weil mit israelischen Angriffen gerechnet wird. Und eine Kollegin aus Haifa kann vermutlich nicht rechtzeitig zu den Proben nach Berlin kommen, da der israelische Luftraum gesperrt wurde, weil Angriffe aus dem Iran bevorstehen. Trotzdem versuchen Schauspieler*innen aus sieben Ländern das in diesen Tagen kaum Vorstellbare. Miteinander sprechen, miteinander ins Spiel zu kommen und hoffentlich zu bleiben, während der Krieg wütet. Wo möglich live, wo nicht möglich über Videobotschaften. Im Respekt vor dem Schmerz der anderen nicht zu verstummen, wird zur eigentlichen Botschaft. Aber wenn wir die Diversität der unterschiedlichen Repräsentanzen auf der Bühne ernst nehmen wollen, müssen wir auch unser Verständnis von politischem Theater verändern. Gemeinsame Positionen sich in der Krise nicht abzuverlangen, sondern die Unterschiedlichkeit diverser Interpretationen im Spiel zu halten, sie auszuhalten ist der Versuch, der Sprache der Waffen etwas entgegenzuhalten. Worte zu suchen und auch den Schmerz des Schweigens als Respekt zu erfahren und nicht als Verstummen.“

Khitam Hussein, Yotam Gotal, Robert Schuster

Der neuesten Arbeit der transnationalen KULA Compagnie liegt eines der bedeutendsten Werke der Jiddischen Literatur als Vorlage zugrunde: die volkstümliche Geschichte des „Dibbuk“, die der russisch-jüdische Schriftsteller Salomon Anski in den 1920er Jahren in ein Theaterstück umschrieb. Das Stück erzählt die Geschichte eines jüdischen Brautpaares, dessen Heirat durch den Dämon eines toten Mannes – den Dibbuk – verhindert wird, indem er in die Braut einfährt und von ihr Besitz ergreift. Die chassidisch-jüdische Liebesgeschichte greift alte persische Mystik auf, Grenzen werden dabei sichtbar und verschwimmen gleichzeitig.

Die Spieler*innen setzen die Erzählung in einen zeitgenössischen, interreligiösen Kontext und nutzen den Dibbuk als eine Chiffre für eine fremde Kultur im eigenen Körper. Die jüngste Eskalation des Konfliktes im 'Nahen Osten' stellt dabei für die Künstler*innen eine immense Herausforderung dar und verstärkt gleichzeitig das Motiv, sich in der künstlerischen Arbeit zu begegnen, um einen Beitrag zu Dialog und Verständigung in einer Zeit politischer Spannungen zu leisten. Die KULA Compagnie setzt auf die transformative Kraft des Theaters, um die scheinbar unüberwindbaren Grenzen, die die weltpolitischen Konflikte erzeugen, im künstlerischen Schaffen zu überbrücken.

Das transnationale, mehrsprachige Theater vereint Künstler*innen aus Deutschland, Frankreich, Italien, Russland, Israel, Iran und Afghanistan. Nicht immer besteht für einzelne Beteiligte Einreisemöglichkeit in die Länder, in denen die Gruppe gastiert oder die Sicherheit einzelner Ensemblemitglieder ist nicht garantiert. Die Auseinandersetzung mit Grenzen, die Menschen in scheinbar unvereinbare Welten zu trennen versuchen, findet sich in vielen Arbeiten der KULA Compagnie. 2022 war ihre Arbeit „Das fünfte Rad. Ein Film aus dem afghanischen Untergrund“ im digitalen Programm der Ruhrfestspiele zu sehen.

Zu sehen ab 17. Mai bei den Ruhrfestspielen Recklinghausen.



Ich, Akira
Komischer Theatermonolog für einen Hund mit einer Frage


Eine Produktion der Dekadenz Brixen
Regie Michaela Senn
mit Peter Schorn
Ausstattung Ursula Tavella

Der Hund – des Menschen bester Freund. Devot. Treu ergeben. Sklavisch untertan. Der Mensch liebt seinen Hund. Und der Hund liebt bedingungslos zurück. Im ganz konkreten Fall dieses Stücks heißt der Mensch Attila Hildmann, war Kochbuchautor und ist mittlerweile realitätsverlustiger Verschwörungsideologe an der Spitze einer rechtsextremen Bewegung von Reichsbürgern und Corona-Leugnern. Darüber hinaus ist Hildmann Papa. Papa von Akira. Einem Husky. Einem Hund, der sich in einer Zwickmühle befindet: Verdient wirklich jeder die Liebe eines Hundes? Die Inszenierung von Michaela Senn verhandelt eine wichtige Frage unserer Gegenwart: „Was passiert, wenn sich unsere Liebsten radikalisieren?“

"Politisches Theater vom Feinsten im Brixner Anreiterkeller [...]
Schorn schafft in den 90 Minuten eine unglaublich facettenreiche Performance mit überzeugender Körpersprache und wenigen aber wirkungsvollen Requisiten. [...] Genau so muss politisches Theater sein!"
Barbara Fuchs, Tageszeitung Dolomiten

"Schorn stemmt den knapp eineinhalb Stunden währenden Monolog souverän auf die Bühne, [...] spielt den Hund ohne groß auf Hund zu machen, ohne das Hündische klamottig zu überzeichnen. [...] Ein mit allen moralphilosophischen Wassern gewaschener Monolog."
Heinrich Schwazer, Neue Südtiroler Tageszeitung

"Feines, politisches Theater, das an einen wunden Punkt rührt."
Alexander van Gerven, Wochenmagazin ff

„Humorig-kurzweiliger Monolog mit ernsten Themen [...]
Im sehr frischen Stück von Leonhard Meier und Noëlle Haeseling findet sich ein einzigartiger Zugang zu den Themen Radikalisierung, aufgezogen am ungewohnten Fallbeispiel konzentriert sich Regisseurin Michaela Senn auf einige zentrale Momente, für den Hass Hildmanns reicht ihr ein konkretes Beispiel und weitere paraphrasierte aus dem Mund (Maul) Akiras. Gehen wir nach der Zeit, die sich das Stück nimmt, so hat der Humor wohl die größere Gewichtung im Stück erhalten, als die ernsten Themen, was aber nicht bedeutet, dass diese untergehen. Im Gegenteil, wenn durch all die Absurdität der Bühnensituation die Realität hereinbricht und ein Hund über Anstiftung zum Hassverbrechen spricht, dann reicht ein Tweet um das Fass übergehen zu lassen und die Stimmung zu kippen."
Michael Denzer, Salto.bz

"Obwohl ICH, AKIRA wirklich hilarious beginnt und eine Bandbreite an Gefühlen – von Lachkrampf bis tiefer Bestürztheit – im Repertoire hat, ist das Feeling, das man nach dem Abend mit nach Hause nimmt, alles andere als lustig. Es macht halt auch absolut nicht Spaß und es ist anstrengend: den komischen Onkel immer wieder zurechtzuweisen, rassistischen Personen in den Öffis einen Strich durch die Rechnung zu machen, bei Familie und Bekannten, die zu viel Zeit in irgendwelchen Telegram-Chats verbringen, immer wieder nachzuhaken, nachzufragen, zu informieren, zu diskutieren. [...] Wir möchten doch auch alle bloß in Zeiten leben, auf die wir stolz sein können, und bloß von Leuten erzählen, die unser Leben bereichert haben. Das wurde aber noch nie durch Kopf-in-den-Sand-Stecken erreicht. Und Demokratie ist auch keine Selbstverständlichkeit, also benutzt, verdammt nochmal, eure (hoffnungsvolle) Sprache und gebt nicht auf."
Elisa Barison, franzmagazine

Neue Termine im Herbst 2024 in Innsbruck!



Underground Birds
A theatre journey through space and time

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Koproduktion der KULA Compagnie, der Vereinigten Bühnen Bozen, des Hålogaland Teater Tromsø und dem Simorgh Theater Herat (Afghanistan)

Regie
Robert Schuster
mit
Azar, Mahuba Barat, Zahra Barat, Fariba Baqueri, Tahera Rezaie, Sindre Arder Skildheim, Hadar Dimand, Pasquale di Filippo, Sarah Merler, Ingrid Mikalsen Deinboll, Alexandre Ruby, Jonas Schlagowsky, Peter Schorn und Céline Martin-Sisteron (*aus Sicherheitsgründen mussten einige der Namen der mitwirkenden Schauspieler:innen geändert werden)
Bühne und Kostüme
Sascha Gross • Musik Max Bauer • Bewegung Slava KushkovLicht Micha Beyermann

"Gemeinschaftlich gelingt eine Reflexion über Grenzen - in der Welt, den Köpfen und im Theater. Es lohnt sich!"
salto.bz

"Fremdheit und Flucht als zeitlose Themen, aktueller denn je."
ZETT am Sonntag

"Visuell und akustisch überbordernd..."
Tageszeitung Dolomiten

"Begeisterter Applaus!"
ff Wochenmagazin

"Über 20 Künstler*innen aus Afghanistan, Israel, Deutschland, Norwegen, Frankreich und Italien begeben sich [...] auf eine kollektive, gefährliche, künstlerische Reise und entwickeln gemeinsam ein Stück, das eine Geschichte von Liebe, Wahrheit, Krieg und Rettung erzählt."
franzmagazine.com


„Underground Birds“ ist eine länder- und kulturübergreifende Stückentwicklung. Über zwanzig Künstler:innen aus Norwegen, Frankreich, Israel, Italien, Südtirol und Afghanistan treten eine gemeinsame künstlerische Reise an, sie verhelfen in Zeiten des Krieges in einem kollektiven Schaffensprozess einer großen Liebesgeschichte zum Durchbruch. Das Projekt setzt dem sogenannten ‚Zeitalter der Risiken‘ das Spiel auf der Bühne entgegen. Das Spiel mit fremden Geschichten und Mythen. Wo verstecken sich unsere Ängste? Wie und warum entstehen Gräben in unserer Gesellschaft? Was lässt uns hoffend in die Zukunft blicken?

Zu sehen im Frühjahr 2023 in München (D) und im Hålogaland Teater in Tromsø (N) sowie im Frühjahr 2024 in Berlin (D)